52 Jahre Theaterverein Hawerland e.V.

50 Jahre sind geschafft welch ein tolles Jahr und es ist noch lange kein Ende in Sicht.

Der Theaterverein Hawerland e.V. wurde 1968 gegründet und ist seit 1975 Mitglied im Amateurtheaterverband NRW. Die in Eigenleistung hergerichtete Theaterschmiede gibt Platz für 30 Gäste.

Höhepunkt der Saison ist immer das jährliche große Lustspiel zu Karneval in der Hawerlandhalle Wormbach.

 

 

Theaterstück 2020: Natur Pur

Schwank in 3 Akten

von Bernd Gombold

Der Theaterverein Hawerland nimmt dieses Jahr sein Publikum mit in die Natur.

Das Stück „Natur Pur“ von Bernd Gombold verspricht wieder viel Verwirrung und den Zuschauern ein paar amüsante Stunden.

Die rüstige Oma Maria (Rita Engelbertz) möchte ihren 75.Geburtstag nicht traditionell zu Hause oder in einem Restaurant feiern, sondern in ihrer alten Waldhütte mitten im Wald, wo sie früher mit ihren Kindern schöne Stunden verbracht hat. Diese sind nicht ganz einfach und mittlerweile zerstritten. Sie folgen nur widerwillig ihrer Einladung und lassen ihren Unmut freien Lauf. Der altledige Sohn Rudi (Hubert Beule) wäre doch lieber fein Essen gegangen, der geizigen Tochter Martha (Nadine Bergrath)  ist die Waldparty viel zu aufwendig und zu teuer. Sohn Erich (Hubertus Wegener) sieht sich bereits wieder den ständigen Nörgeleien seiner Frau Lydia (Petra Fuchs) ausgesetzt, die sich im Wald vor allem ekelt und ständig ihr Desinfektionsspray im Einsatz hat. Pudelwohl fühlt sich einzig und allein ihre Tochter Christine (Julia Bette), die Omas Idee von der Waldparty „voll cool“ findet.

Das Zusammentreffen der Familie an der Hütte artet sofort in Zank und Sticheleien aus.

Als Oma Maria in der Hütte einen schwarzen Beutel mit 50.000€ findet – aus einem Einbruch, wie alle vermuten – wird die Geldgier ihrer Kinder geweckt.

Die Situation spitzt sich zu, als immer neue Leute auftauchen, die scheinbar auch großes Interesse an dem schwarzen Beutel haben. Ein überdrehter Schmetterlingsfänger (Werner Schauerte),ein Waldarbeiter (Dieter Bötzel), eine Nordic-Walkerin (Dagmara Schulte), ein skrupelloser Immobilienmakler (Josef Schöllmann), der beinahe über Leichen geht und Tom (Christian Osebold) den alle für einen Polizisten halten…

Seien sie gespannt, warum jeder einen Grund hat, den vermeintlichen schwarzen Beutel zu bekommen.

Info: Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse.

Termine:

Samstag15.02.202015:00 UhrGeneralprobeHawerlandhalle WormbachReduzierter Eintritt für Kinder 1€ und Erwachsene 5€
Sonntag16.02.202017:00 Uhr1. Aufführung / PremiereHawerlandhalle WormbachAb 15.00 Uhr mit Kaffee und Kuchen
Freitag21.02.202019:30 Uhr2. AufführungHawerlandhalle Wormbach
Samstag22.02.202019:30 Uhr3. AufführungHawerlandhalle Wormbach
Sonntag23.02.202017:00 Uhr4. AufführungHawerlandhalle WormbachAb 15.00 Uhr mit Kaffee und Kuchen
Samstag29.02.202019:00 Uhr5. AufführungDorfhalle
Westernbödefeld

Engagement und Herzensblut

Viel Liebe zum Rollenwechsel und Engagement sind schon gefragt, wenn die Aufführungen zum Erfolg werden sollen. Sicher trägt dazu aber auch die jahrelange Erfahrung der Mitglieder bei. Einige Spieler sind schon seit über 40 Jahren in dem Verein, der 1968 gegründet wurde. In dieser Zeit gab es insgesamt 42 verschiedene Inszenierungen. Eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass fast alle Darsteller einem Vollzeit-Job nachgehen.

Die meisten Aufführungen sind Lustspiele oder Märchen. Aber auch ernste Stücke haben die Hawerländer schon gespielt, wie etwa „Meister Jakob“ aus der biblischen Geschichte. Einmal im Jahr – an Karneval – gibt es eine Aufführung in der Schützenhalle Wormbach. Die meisten öffentlichen Darbietungen bekommt das Publikum jedoch neuerdings in der „Theaterschmiede“ zu sehen. Das alte Fachwerkhaus liegt im Herzen des Dorfes, direkt neben der Kirche. Früher diente das kleine Häuschen als Lagerstätte für Korn, später wurde es als Schafstall genutzt. Doch auch im Sauerland ging die Landwirtschaft zurück, und das Haus stand immer häufiger leer. Als 1991 der Hawerländer Theaterverein aus seinen bisherigen Proberäumen in der Wormbacher Grundschule ausziehen musste, wurden sich die Mitglieder mit Franz Biermann schnell einig. Der Besitzer des Stalls überließ den Theaterleuten das Gebäude auf Pacht.

Theaterstücke / Fotobücher

Zu den Fotobüchern

2015: „Pension Hollywood“ von Erich Koch

2014: „Die Senorina aus Messina“ von Wilfried Reinehr

2013: „Schöne Ferien“ von Bernd Gombold

2012: „Es irrt der Mensch, so lang er strebt“ von Bernd Gombold

2011: „Gute Besserung“ von Bernd Gombold

 

Theaterschmiede

Mit der Unterstützung der Stadt Schmallenberg, des Fremdenverkehrsvereins und des Amts für Agrarordnung werkelten im März 1993 einige ehrenamtliche Helfer los, um das alte Gebäude in Schuss zu bringen. Insgesamt waren über 30 Theaterleute, Nachbarn und Mitglieder anderer Vereine mehr als 1000 Stunden mit den Bauarbeiten beschäftigt.

Zur Einweihung der „Theaterschmiede“ im Juli 1993 feierte der Verein gleichzeitig sein 25-jähriges Bestehen. In der Eröffnungsrede hieß es: „Ein Stück landwirtschaftlicher Kultur aus dem Jahre 1910 wird nach 80 Jahren zu einem guten Stück dörflicher Kultur überführt“. Das schmucke Häuschen sollte mit seiner großen Fläche im Obergeschoss für Proben des Vereins, für Jugend-Proben, Seminare und als Ausweichmöglichkeit für die Mitglieder des Gesangvereins genutzt werden. „Und auch durchaus für kleine Theateraufführungen“, wie in der Eröffnungsrede noch zu lesen war.